Montag, 22. Oktober 2012
Rocky Horror Fiction Show
Nach einigem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen,
dass mein Fantasyromanprojekt Gildenkrieg aufgrund des mittelalterlichen
Themas doch nicht die richtige Lektüre ist, um als Vorlage für mein
Designkonzept herzuhalten. Wöchentliche Blogupdates waren dem
herkömmlichen Chronisten, Gildenhändler oder Bibliothekar wohl
eben doch eher unbekannt. Nein, ein Fantasyroman fühlt sich meiner
bescheidenen Meinung nach auf Papier gedruckt immer noch am wohlsten
und kommt in dieser Form auch am besten zur Geltung.
Es muss also eine andere Story her.
Seit ich das erste Mal "Alien" gesehen hab, bin ich ein Riesenfan von
Science-Fiction-Horror. Der Weltraum ist eben die ultimative Kulisse
um Angst zu erzeugen. Er ist schwarz, endlos und tödlich.
Jeder Mensch muss sich unweigerlich klein vorkommen, wenn er
in die gähnende Leere des Alls blickt.
Im Weltall hört dich niemand schreien.
Trotzdem fiel meine Suche nach einem vergleichbar atmosphärisch-
gruseligem Werk in geschriebener Form ergebnislos aus.
Die meißten Scifi Romane sind entweder sehr sozialkritisch
mit irgendeinem pädagogischem Mehrwert oder aber Pulp Fiction,
oder zumindest ist dies mein Eindruck.
Die perfekte Gelegenheit, um mich selber an einem solchen Werk zu
versuchen!
Aus dem Blog wird dann das Logbuch des Raumschiffs oder eine Art
Blackbox oder ein Tagebuch (und was ist ein Blog denn anderes?)
eines Crewmitglieds.
In der Lesung des letzten Semester hatte meine Gruppe bereits eine
Science Fiction Horrorgeschichte ausgearbeitet, die auf überflüssige
Hintergrundgeschichtsfäden über Gesellschaft und Politik oder Sinn
und Zweck verzichtete und sich voll und ganz auf
die Grundelemente des Survival Horror konzentrierte.
Um das Konzept etwas aufzulockern wurden die Dialoge jedoch mit
Humor und Sarkasmus angereichert, das Endprodukt war eher eine
Persiflage als echter Horror.
Meine eigene Story wird diesmal jedoch ernster ausfallen,
und ich werde den Konflikt auch nicht durch eine zufällige Katastrophe
triggern (verzeihung für den Anglizismus), sondern stattdessen
die für den Horror unvermeidliche Notsituation aus einer Reihe
von vergangenen Ereignissen entstehen lassen.
Mir ist natürlich klar das die Aufgabe für mein Designkonzept nicht
darin besteht, eine Geschichte zu erzählen, sondern sie als Produkt
zu vermarkten, aber der erzählerische Teil fällt dann eben in meine Freizeit.
Gedanke des Tages: Bismarck biss Mark, bis Mark Bismarck biss.
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